Reise blog von Travellerspoint

Oeskemen - Ridder- Oeskemen-Almaty-Issek-Almaty

Kilometer und Kilometer durch kasachische Steppe und Berge

sunny 28 °C

wie ihr schon aus der Ueberschrift seht, waren die letzten Tage vor allem mit Reise, in diesem Fall mit Kilometerschaufeln ausgefuellt.
Aber es gab natuerlich auch viele interessante Dinge zu sehen und zu hoeren - jenseits der oeden Steppe.

Von Oeskemen, wo wir uebernachtet hatten, fuhren wir (Viktoria und ich) nach Ridder, frueher Leninogorsk, 3 Stunden Busfahrt.
Wir hatten uns in einem Reisebuero in Oeskemen in einem Privathaus bei Viktor unterbringen lassen. Ridder ist eine Minenstadt im Alteigebirge, mit 6 Minen vor der Abspalatung Kasachstans und jetzt nur noch einer. Es gibt grosse Vorkommen von Zinn, Zink, Kupfer, Gold,
teilweise in reinen Adern im Berg. Durch die Minenschliessung entsprechend viele Arbeitslose, so auch Viktor, ein Geologe, der in Moskau studiert hatte und in Ridder im Bergbau arbeitete. Nach Glasnost ist er geblieben, ist Hobbygold und Edelsteinsucher, findet viele Kristalle und Meteorteile, auch eine Buechse voll Goldnuggets hat er uns gezeigt.
Zudem schaukelt er Touristen wie uns durch die Gegend und zeigt Wege ins Gebirge. Seine Frau hat uns bekocht - laute serhr gute Sachen, Kartoffelpuffer, Hefepfannkuchen, Salate, frische Erdbeermarmelade und sonstige Koestlichkeiten, die man frueher auch oft in Deutschlad gegessen hatte. Die Bevoelkerung in der Gegend ist ueberwiegend russisch, auch noch einige deutschstaemmige leben noch dort - die meisten sind aber abgewandert zu uns.
Natur aufgrund fruchtbarem Boden sehr artenreich, Gras bis 2 m, viel Wald, Pilze, Landschaft wie in der Taiga. Sehr sibirisch anmutend, Novosibirsk ist nur 200 km entfernt.
In der Naehe Bauerndoerfer mit Schlammstrassen und Holzhaeuschen, davor Schweine suhlend, Kuehe und Pferde auf der Weide, eine kleine Holzkirche, wie aus einem russischen Taigafilm. Leider auch immer viel Regen, es ollen 3000mm Niederschlag fallen, das sind ja fast 10 Liter jeden Tag.
Im Heimatmuseum hat uns die Museumsdirektorin viel vom Leben der Menschen und den deutschen Kriegsgefangenen erzaehlt, die Stadt ist erst von den Kommunisten aufgebaut worden - mit direkter Eisenbahn nach Moskau. Der Besuch dort war hochinteressant, es gibt z. B. eine Wasserleitung aus Holzrohren wie ein Fass gespundet mit 3m Durchmesser, ca. 20 km aus dem Berg kommend, die speist die Turbinen zur Stromerzeugung fuer Haushalt und Elektolyse des Zinks aus dem Bergbau.
Rueckfahrt nach Oeskemen nach 3 Tagen, nach Uebernachtung dort Weiterfahrt mit Bus nach Almaty - abfahrt 8.00 Uhr, Ankunft 7.00 Uhr am Tag darauf.
Ich bin heilfroh, dass das die letzte grosse Busfahrt war - fast 24 Stunden nur Stepperechts und links vom Bus, hin und wieder Halt an einem @Rasthaus - einer Holzhuette mit Notverpflegung und Plumpsklo, 3 Loecher fuer tie Frauen nebeneinander ohne Trennung, 2 Loecher fuer die Maenner. Als ich Viktoria fragte, ob sie nun auch genug von der Steppe habe, meinte sie, sie sei ja noch nie richtig in der Steppe gewesen. Vielleicht fehlt ihr eine 3-Tage Wanderung drch das Stachelgras und sonstiges Gewaechs auf dem Sand ????
Gestern waren wir an einem Stausee im Norden von Almaty, sauberes warmes Badewasser, Strand leider sehr vermuellt mit Plastikflaschen,
viele Wochenendurlauber aus Almaty, einfache Unterkuenfte im Campingstil mit Plumpsklo, viele Schaschlikcontainer - wir hatten zwar 15 Euro fuer die Uebernachtung bezahlt, haben nach der Nachtfahrt von Oeskemen morgens ein paar Stunden geschlafen, sind nach dem Baden im See am spaeten Nachmittag doch lieber nach Almaty in unser Stammhotel gefahren.
Dort haben wir - vor allem ich - in unserem Hotel ja schon Heimatgefuehle und werden schon vom ganzen Personal als Stammgaeste begruesst.
Heutwollten wir zur singenden Duene, einer Sandduene die Toene von sich geben soll, ca. 250 km entfernt. Aber es gibt keinen Bus dorthin,
und die Taxifahrer und Reisebueros wollen alle horrende Mondpreise - 200 - 300 Dollar, das ist uns zuviel fuer 2 Stunden Sandduene - dann lieber eine Woche Tunesien oder Algerien.
So sind wir an den Jessiksee, eine wunderschoenen tuerkisfarbenen Bergsee auf ca. 1500 - 2000 m Hoehe. Schade, dass ich keine Fotos mehr zeigen kann (1 Stunde Bus, dann Taxi) und sind nun seit 16 h wieder in Almaty.
Viktoria ist alleine zum grossen Markt - ein Basar mit mindestens 1000 Staenden - sie meinte, sie wuerde dort gerne einkaufen, auch gerne ohne mich, und ich habe mich da gerne ausgeklinkt, denn da harmonieren wir nicht so gut wie sonst.
Nachdem wir gestern abend ueppig in einem sehr guten Restaurant gegessen hatten, werden wir heute im Hotel vespern.
Morgen machen wir nochmal Anlauf zur Duene, wenns wieder nicht klappt vom anderen Busbahnhof werden wir an den grossen Almatiner See fahren und nochmal Bergurlaub machen. Fuer Dienstad ist Stadtbummel und Ausklang angesagt, Mittwoch 4.00 Uhr in der Fruehe brauchen wir ein grosses Taxi zum Flughafen, das muss noch organisiert werden.
Das war mein voraussichtlich letzter Bericht aus Kasachstan - auf ein baldiges Wiedershen
Gerhart

Eingestellt von gerhart 02:43 Archiviert in Kasachstan Kommentare (0)

Kosheteau

Sibirien in Kasachstan

overcast 25 °C

Unsere 24-Stunden-Zugfahrt nach Astana war teilweise recht stressig, es war sehr warm im Zug und alles voll.
Zum Glueck hatten wir Betten - leider im oberen Stock und auf der Notseite, nur 50 cm breit - aber wir konnten wenigsterns schlafen.
Am Spaetnachmitteg kamen wir an, mit dem Taxi zu einen Hotel aus dem Reisefuehrer - Zimmer war frei.
Gleich in die Dusche, aber leider funktionierte das Kaltrwasser nicht und der Brauseschlauch spritzte in alle Richtungen.
Also reklamiert, dann konnten wir im Doppe;lzimmer schlafen und im angrenzenden Einzelzimmer duschen/
Am Abend haben wir in einer danebengelegenen Scheuneartigen Bude gegessen - natuerlich Schaschlik mit Brot und Bier.

Tags darauf Stadtbesichtigung - der helle Wahnsinn, was die hier in den letzten 10 Jahren aus dem Boden gestampft haben.
Ein futuristischen Hochahsu und kunstvolles Bauwerk neben dem anderen, ca. 10 km im Quadrat, das sind Dimensionen, die muss man gesehen und erlaufen haben, ein Eldorado fuer Architekten, das man in der Konzentration nirgends zu sehen bekommt.

Auf dem Rueckweg geb es ein Unwetter in Astana. alle Kanaele liefen ueber, die Busse bis zur Radnabe im Wasser, Aussteigen nur mit Bad moeglich. Gottseidank erreichten wir unser etwas hoeher gelegenes Hotel halbwegs trocken.

Anschliessend waren wir 3 Tage in Koshetau - das ist eine Seenlandschaft, die von Bergen wie in der Saechsischen Schweiz oder dem Fichtelgebirge umgeben ist, 3 wunderschoene Seen mitten in der Berglandschaft. Ueberall Kiefern und Birkenwaelder, schoen Wanderwege - kurzgesagt ein Urlaubsparadies.
Wir hatten uns ein kleines Blockhaus gemietet, im Hauptgebaude gab es auf Wunsch Vollpension, also mal anderes Essen - von einer deutschstaemmigen Koechin.
Einen Tag haben wir uns selbst ernaehrt, da gab es vom Markt Flusskrebse. die fangen die dort zu hunderten, man kriegt sie gekocht oder lebend,
das Stueck je nach Groesse fuer 1-2 Euro.
Mit einem Leihfahrrad sind wir in die Waelder, es gibt viele Walderdbeeren. Leider war das Wetter an 2 Tagen sehr regnerisch und kalt, am 3. Tag wunderschoen, da haben wir eine Reittour unternommen - auf kasachischen Pferden durch ein Stueck Steppe, einen kleinen See und zurueck.

Heute sind meine Beine 5 cm kuerzer vom Muskelkater.

Wir sind wieder in Astana, zurueck mit einem Taxi, gieng viel schneller als mit dem Zug und nicht teuer - mit 2 weiteren Persoenen, 2 englischsprechenden Frauen von einem Reisebuero, die uns einige Tips gegeben haben.
Heute um 20 h faehrt unser Bus nach Oeskemen, einer Stadt im Altai-Gebirge an der russisch chinesischen Grenze.

Das wird wieder eine lange Fahrt, sicher Richtung 20 Stunden/

Dann gibt es wieder waqs Neues zu berichten. Bis dahin viele Gruesse

Gerhart

Eingestellt von gerhart 04:51 Archiviert in Kasachstan Kommentare (0)

Almatys Skigebiet

sunny 28 °C

Viktoria ist puenktlich und gut aus Peking zurueck und hat viel zu erzaehlen.
ich war zwischenzeitlich im Museum und habe weiter die Stadt erkundet. nachdem man hier fuer 25 cent mit dem Bus fahren kann, kommt man ja billig ueberallhin.
Gestern waren wir zusammen in den Bergen Almatys im Skigebiet. Dort ist ein riesiges Eislaufstadion und 2 Seilbahnen, mit denen man hoch hinaufkommt. Wunderbare Landschaft, viele Baeume, wenn man die sieht, freut man sich immer, bei der vielen Steppenlandschaft.

Heute abend fahren wir mit dem Zug nach Astana, nachdem der gestern ausgebucht war. Los geht es um 17 h, etwa 24 Stunden spaeter sind wir in Astana.
Leider wissen wir nicht, ob wir einen Schlafwagen oder Sitze gebucht haben, wenn wirs richtig verstanden haben, sind es nur Sitze, weil die Liegeplaetze ausgebucht sind. Am Abend wissen wir mehr.

Soviel fuer heute - seid alle gegruesst Gerhart

Eingestellt von gerhart 22:42 Archiviert in Kasachstan Kommentare (0)

Turgen-Tal

sunny 41 °C

auf dem Rueckweg vom Sharin-Canyon stellte ich fest, dass das Turgen Tal ohne grossen Umweg zu erreichen ist.
Also kurzfristig umgeplant, das Tal hinaufgefahren. Die Strasse sehr schoen, aber viele Hoehenmeter.
Habe dort 2 Tage gezeltet und bin zum Wasserfall zu Fuss hinaufgestiegen - nur Pfad.
Es war ein sehr heisser Tag und kaum Schatten, habe 7 Stunden fuer den Hin- und Rueckweg gebraucht.
Die Biilder sprechen fuer sich.
Heute morgen 6.30 Uhr nach Almaty aufgebrochen, um 2 angekommen. Werde nochmal in die Berge hinter Almaty mit dem Bus fahren.
Uebermorgen kommt Viktoria.

seid alle gegruesst Gerhart

Eingestellt von gerhart 03:49 Archiviert in Kasachstan Kommentare (0)

Kirgistan Ade - Kasachstran weiter

900 km Umweg

sunny 35 °C

Nachdem mein Weg ueber den Pass wegen geschlossener Grenze nicht ging, habe ich mich in Karakol mit dem Fahrrad in den Bus nach Biskek gesetzt, Fahrer war erst eherabgeneigt, fuer den doppelten Fahrpreis (gesamt 15 Euro) hat er mich aber gerne mitgenommen - mit Gepaeckservice, denn in Biskek hat er mich mitsamt Fahrrad zu einen Anschlussbus nach Almaty gebracht, mit dem Fahrer gleich den Mehrpreis verhandelt, so war ich am Donnerstag um 20 h in Almaty.
Freitag bin ichdann mitdem Fahrrad los Richtung Sharin Cabyon, den wollte ich unbedingt sehen. Leider hat es 3 Tage geregnet, so dass ich 2mal auf dem Hinweg im Hotel geschlafen habe.
Am Canyon wollte ich mich erst verpflegen - es war abends und nass - aber dort gab es garnichts ausser einem uralten Plumsklo. Die einzige Wirtschaft hatte schon seit Jahren zugemacht, zum Glueck hatte ich noch einen Kanten Brot, 1ltr. Wasser und eine Virtel Flasche Fanta/
Habe dann mein Zelt in einer kurzen trockenen Phase aufgebaut, beim Einsetzen des Regens um 19 h bin ich auf die Matte und habe geschlafen wie ein Baer bis um 6. Heute morgen strahlendes Wetter, war um1/2 7 im Canyon, der ist phantastisch.
Was da ein kleines Fluesschen Tuerme in den Berg gegraben hat, ist unvoerstellbar.
Vielleicht gelingt es mir, ein paar Bilder hochzuladen.
Nun bin ich auf dem Rueckweg nach Almaty, schlafe heute in Shelek, morgen weiter - noch 110 km

Fuer heute Gruese an alle Gerhart

Eingestellt von gerhart 05:49 Archiviert in Kasachstan Kommentare (0)

(Einträge 1 - 5 von 13) Seite [1] 2 3 »